Popkomm ade…

Juni 19, 2009

Jetzt ist die Musikbranche noch mehr geschwächt.Wie „Die Welt“ heute berichtet wird in diesem Jahr die wichtigste Musikmesse und Branchentreff „Popkomm“ aufgegeben. Grund sei „Viele Unternehmen können es sich wegen des Diebstahls im Internet nicht mehr leisten, an der Popkomm teilzunehmen“. Was daran stimmt…weiß ich nicht. Anfang diesen Jahres habe ich noch ein treffen mit einer der Veranstalter gehabt der mich über die Neuerungen der diesjährigen Messe informiert hat (Umzug zum Gleißdreieck, Neues Konzept, weniger Messe,…). Da waren sie noch sehr Selbstbewusst und siegessicher. Doch nun kommt das aus.

Natürlich wird das Geschrei aus der Branche jetzt laut und viele sagen warum die Messe zugrunde gegangen ist.

Der Artikel der „Welt“ findet ihr hier.

Nachtrag:

Wie Katja Groß sagt, fällt die Messe nur in diesem Jahr wegen einem Aussteller Rückgang von 40-50 % aus. Wird aber, laut ihr, im nächsten Jahr wieder weitergeführt. Wir können gespannt sein.


Facebook verliert gegen StudiVZ…

Juni 16, 2009

Der Kampf um die Frage „Ist Facebook von StudiVZ um den Quellcode beraubt worden?“ scheint nun (vorerst) entschieden. Wie Spiegel Online berichtet, hat das Landgericht die Klage von Facebook in allen Punkten abgewiesen.

Facebook wollte StudiVZ verklagen, da „Die StudiVZ-Macher sich den Quellcode der Facebook-Seite mit illegalen Methoden verschafft hätten, auf der eigenen Seite nachgebaut, Design und Funktionen kopiert und somit Markenrechte von Facebook verletzt.“

Der Sieg könnte allerdings nur von kurzer Dauer sein, da Facebook noch eine weitere Klage am laufen hat.

Spiegel Online hat den kompletten Verlauf sehr schön dokumentiert und beantwortet alle Fragen. Wer möchte kann sich dieses HIER durchlesen.


LEA 2009: Gewinner stehen fest!

Februar 27, 2009

Mancheiner kennt ihn vielleicht, den „LEA 2009“. „LEA“ ist die kurzbezeichnung für „Live Entertainment Award“. Am gestrigen Abend wurde der Preis für das Jahr 2009 in Hamburg vergeben. Was man von dem Award hält sei mal dahingestellt. Die Gewinner stehen jedoch nun fest und das sind sie.

Die LEA-Gewinner 2009:

1. Hallen- /Arena-Tournee des Jahres
ACE Entertainment & Dieter Weidenfeld Promotionberatung: Howard Carpendale – „20 Uhr 10“-Tour 2008

2. Konzert des Jahres
MCT: Radiohead in der Kindl-Bühne Wuhlheide Berlin

3. Festival des Jahres
Marek Lieberberg Konzertagentur: „Rock im Park“ & „Rock am Ring“

4. Show des Jahres
Bucardo Kunst- und Kulturproduktionen GmbH & MTS GmbH & Hauptstadt-Helden: Mario Barth

5. En-Suite-Veranstaltung
Stage Entertainment: „Ich war noch niemals in New York“

6. Tourneeveranstalter des Jahres
Marek Lieberberg Konzertagentur

7. Örtlicher Veranstalter des Jahres
Concertbüro Zahlmann und Music Circus Concertbüro (Dieser Preis wird per Abstimmung der deutschen Konzertagenturen ermittelt, der Gewinn fiel zu gleichen Stimmenanteilen an die beiden Örtlichen)

8. Künstleragent des Jahres
Mario Mendrzycki für Triple M Entertainment

9. Künstlermanager des Jahres
Andreas „Bär“ Läsker & Natasha „Nash“ Nopper (Die Fantastischen Vier)

10. Nachwuchsförderung des Jahres – präsentiert von der Veltins-Arena
A.S.S. Concert & Promotion

Spielstätten des Jahres
11. Club des Jahres
Uebel & Gefährlich Hamburg

12. Halle/Arena des Jahres
SAP Arena (Betriebsgesellschaft der Multifunktionsarena Mannheim mbH & Co. KG)

13. Kooperation des Jahres
IG Live, Stuttgart

14. Preis der Jury
ACE Entertainment für Udo Lindenbergs Live-Comeback

15. Lebenswerk
Witiko Adler (Konzertdirektion Hans Adler)

16. event. Publikumspreis (Clubkünstler des Jahres)
My Baby Wants To Eat Your Pussy

17. New Style Event – powered by New Yorker
„Sensation – Ocean Of White“ (Cyburbia Medien GmbH)


GEMA löst großen Streit aus

Januar 30, 2009

Ob man die GEMA nun mag oder nicht sei mal dahingestellt. Eines ist klar, als Veranstalter kommt man nicht an ihr vorbei. Um so größer ist der Aufschrei bei der Erhöhung der GEMA-Gebühren.

Der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft (idkv) und der Verband der Deutschen Konzertdirektionen (VDKD) kritiesieren diese Maßnahmen sehr scharf, immerhin sind die Mitglieder der Vereine direkt davon betroffen. Die Bemessungsgrundlage der Tarife soll um Werbe- und Sponsoringeinnahmen erweitert werden. Hört sich an sich nicht unbedingt schlimm an, doch wer sich mit den Preisen ein wenig auskennt wird schnell merken, wenn sich die Preise für Veranstalter zukünftig für die Nutzung von GEMA-Repertoire aus dem Bereich U-Musik nahezu um 600 Prozent mehr zahlen müssen, ist das gewaltig. Nicht nur auf Konzertvielfalt und Künstlernachwuchs wird sich die Tariferhöhung negativ auswirken, sondern schlicht auch auf die Zahl der Arbeitsplätze in der mittelständisch geprägten Live-Branche, lassen die Verbände nun wissen.

Nun hat die GEMA regaiert und einen Pressebericht über die ab Februar gültige Erhöhung.

München, den 30. Januar 2009. Bezug nehmend auf die Pressemeldung der Verbände der Konzertwirtschaft vom 29.01.2009 und die in der Meldung veröffentlichten Tariferhöhungen stellt die GEMA Folgendes richtig:

Die GEMA hält die derzeitige Höhe der Konzerttarife für unangemessen niedrig, da die Urheber an den stetig wachsenden Umsätzen der Konzertwirtschaft bislang nicht angemessen beteiligt wurden. Rechtsprechung und Literatur gehen bei hoher Musikintensität regelmäßig von einer  zehnprozentigen Beteiligung des Urhebers an den erzielten Einnahmen aus. Daher hat die GEMA nun eine Anhebung der Vergütungen umgesetzt.

Ab dem 01.02.2009 beträgt die Tariferhöhung im Konzertbereich, bezogen auf die Anzahl der Besucher, durchschnittlich 14%. Allerdings werden die Tarife schrittweise über einen Zeitraum von sechs Jahren, d. h. bis 2014, erhöht. Für die Mitglieder der Verbände der Konzertwirtschaft bedeutete das konkret eine Nettovergütung in Höhe von 8%. Die Erhöhungen werden durch die stufenweise Anhebung in den ersten Jahren bewusst moderat gehalten, damit sich die Konzertveranstalter auf die neuen Tarife einstellen können.

Gemessen an den Umsätzen der Konzertwirtschaft sind die in deren Kalkulationen enthaltenen Vergütungen für die Urheber bislang unverhältnismäßig gering. Ziel der GEMA war es daher, in den bedauerlicherweise gescheiterten Verhandlungen, eine aus ihrer Sicht unbedingt notwendige Tarifanpassung mit den beiden Verbänden zu vereinbaren. Dass die Urheber hierbei auch von den zu den Umsätzen der Konzertveranstalter gehörenden Einnahmen aus Sponsoring und Werbung partizipieren versteht sich von selbst.

Die GEMA vertritt in Deutschland die Urheberrechte von mehr als 60.000 Mitgliedern (Komponisten, Textautoren und Musikverleger) sowie von über 1 Mio. Rechteinhabern aus aller Welt. Sie ist weltweit eine der größten Autorengesellschaften für Werke der Musik.


Interessant an dem ganzen ist, dass ohne die Live-Branche die Rechnung der GEMA nicht aufgehen kann. Je weniger Auftritte die Künstler geben, deste weniger GEMA-Anteile werden ausgeschüttet. Dies belegen die Zahlen, denn in den beiden Berufsverbänden der deutschen Live-Entertainment-Branche, Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft und Verband der Deutschen Konzertdirektionen, sind insgesamt rund 500 Agenturen, Tournee- und Konzertveranstalter zusammengeschlossen, die im Jahr 2007 mit dem Verkauf von über 50 Millionen Eintrittskarten einen Umsatz von rund 3,8 Milliarden Euro erwirtschaftet haben.

Wir können also gespannt sein wie es weitergeht.

To be continued…


„Echo“ geht neue Wege

Januar 29, 2009

Bald ist es wieder so weit. Am 21. Februar wird in der O2 World in Berlin der Deutsche Musikpreis Echo zum 17. Mal verliehen. Dieses Jahr wird sich allerdings einiges ändern am Konzept der Veranstaltung. Eine der größten Veränderungen ist der Wechsel vom Privatsender „RTL“ zum öffentlich-rechtlichen. Die ARD wird diesen Musikpreis live übertragen. Mit ein Grund für den Wechsel ist ein ganz einfacher, das Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender beinhalten auch das Radio. Somit kann man noch mehr Menschen informieren.

Die Phono-Akademie (initiator des Preises) verspricht, dass durch den Umzug in die O2 World doppelt so viele Zuschauer teilnehmen können. Präsentieren werden die Preisverleihung Barbara Schöneberger und Oliver Pocher. „Oliver Pocher macht auf Kosten der Nominierten und Gäste seine Witze und ich werde mit meiner mütterlichen Art versuchen, sie wieder aufzubauen!“ meinte Frau Schöneberger auf der Pressekonferenz.

Schon im Voraus wurden die Nominierten bekannt gegeben. Am erfolgreichsten ist hier Peter Fox. Er wurde gleich in 4 Kategorien nominiert („Bester Künstler HipHop/Urban“, „Newcomer International“, „Erfolgreichster Produzent“ und „Bestes Video National“).  Die weiteren Nominierten und alle Live-Acts (12 (!) Stück) des Abends findet man auch auf der Homepage der Veranstaltung.


Obama gut für die Musikindustrie

Januar 28, 2009

Der ein oder andere wird sich denken „Wie bitte? Was hat Obama mit der Musikindustrie zu tun?“. Nunja…eigentlich nicht viel doch Obama hat wohl den musiklastigsten Wahlkampf geführ den es gab. Viele Musiker haben ihn unterstützt und somit war es auch nicht verwunderlich, dass sich seine „Wahlkampfhelfer“ zusammentun und ein kleines Konzert zusammen spielen. Und das ist passiert. Zwei Tage vor der Amtseinführung (37,8 mio Zuschauer laut Nielsen Media Researche) spielten unter anderem U2, Bruce Springsteen, Sheryl Crow, Stevie Wonder und will.i.am das „We Are One“-Konzert. Kurz nach dem Konzert wurden ein sofortiger Anstieg der verkäufe im digitalen Markt gemessen.

Bruce Springsteen konnte die Verkäufe für den Song „The Rising“ um 87% im Vergleich zur Vorwoche steigern. U2 und Garth Brooks konnten ihre Zahlen mindestens verdoppeln. Woody Guthries Version von „This Land Is Your Land“ konnte sogar einen Verkaufsanstieg von 287 Prozent verzeichnen, nachdem Springsteen und Peter Seeger den Song auf dem Konzert performt hatten.

Die restlichen Zahlen werden erst in den kommenden Wochen von Billboard bekannt gegeben. Doch man kann davon ausgehen das sich bei jedem der einzelnen Künstler sich einiges getan hat.


Zukunft von Skype ungewiss

Januar 27, 2009

Wie ich eben erfahren habe, soll das beliebte Program Skype verkauft werden. Derzeit gehört es noch zu Ebay. Ebay hatte es im Jahr 2005 für 2,6 milliarden Dollar gekauft. Allerdings seien die Synergien zwischen Ebay und Skype minimal und man habe noch keine Möglichkeit gefunden Skype sinnvoll in die Plattform einzubinden.

Wie es mit Skype weitergeht ist noch ungewiss. Als potentielle Käufer stehen derzeit Google aber auch die Telekomunternehmen AT&T und Verizon auf dem Plan. Wir können also gespannt sein, wann Google das komplette Internet übernimmt.