Popkomm ade…

Juni 19, 2009

Jetzt ist die Musikbranche noch mehr geschwächt.Wie „Die Welt“ heute berichtet wird in diesem Jahr die wichtigste Musikmesse und Branchentreff „Popkomm“ aufgegeben. Grund sei „Viele Unternehmen können es sich wegen des Diebstahls im Internet nicht mehr leisten, an der Popkomm teilzunehmen“. Was daran stimmt…weiß ich nicht. Anfang diesen Jahres habe ich noch ein treffen mit einer der Veranstalter gehabt der mich über die Neuerungen der diesjährigen Messe informiert hat (Umzug zum Gleißdreieck, Neues Konzept, weniger Messe,…). Da waren sie noch sehr Selbstbewusst und siegessicher. Doch nun kommt das aus.

Natürlich wird das Geschrei aus der Branche jetzt laut und viele sagen warum die Messe zugrunde gegangen ist.

Der Artikel der „Welt“ findet ihr hier.

Nachtrag:

Wie Katja Groß sagt, fällt die Messe nur in diesem Jahr wegen einem Aussteller Rückgang von 40-50 % aus. Wird aber, laut ihr, im nächsten Jahr wieder weitergeführt. Wir können gespannt sein.

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Mal wieder neues…

Mai 11, 2009

Ja, es ist ruhig geworden in der Warteschleife…einen Gruß an alle die sich bei mir beschwert haben und für alle: JA, es geht weiter. Ich kann euch doch euren Tag nicht ohne mich verbringen lassen. Vielleicht ist ja wieder was dabei was euch interessiert.

Gut wo fangen wir an? Naja, viel ist passiert in letzter Zeit, gewiss. Doch lohnt es sich darüber zu berichten?! Nicht über alles. Der größte Skandal ist wohl bei LastFM. Denn seit neuestem muss man für das beliebte Radioportal bezahlen. Die einzigen Außnahmen sind: Deutschland (8,5% Weltmarktanteil am Musikgeschäft 2008), United Kingdom (9,5%) und die USA(32%). 3 Euro soll der Spaß für alle ausserhalb der genannten Grenzen jetzt kosten. Dieser Schritt bedeutet zum einen ein aussagekräftiges Statement zum Zustand der Online-Werbekapazitäten. Selbst im weltweit zweitgrößten Musik-Absatzmarkt Japan (18%) lässt sich mit Ads nicht dauerhaft wirtschaften. Zum anderen sorgt er für ein Kuriosum: Während der gemeine last.fm-User durch den Zahlzwang fortan eine werbefreie Oberfläche präsentiert bekommt, haben die drei Ausnahme-Nationen weiterhin die Wahl: Gratis-Radio und Werbeeinblendungen oder Bezahl-Radio und ad-free (ebenfalls drei Euro).

Das waren mal die ersten Nachrichten. In den kommenden Tagen wird es mehr geben.

Grüße

Euer Flo


Sound of Music – Antwerpen

April 13, 2009

Vor einiger Zeit habe ich von der T-Mobile Aktion in Liverpool berichtet. Nun gibt es etwas neues aus der Central Station in Antwerpen. Schaut es euch an. Finde es wieder sehr beeindruckend!

(Video in HQ verfügbar)

Mein persönlicher Favorit ist trotz der gelungen Aktion in Antwerpen die Aktion in Liverpool.


Sanktionsmechanismus für Internetpiraterie in Frankreich in greifbarer Nähe

April 4, 2009

Ich habe gerade eine Pressemitteilung vom Bundesverband Musikindustrie erhalten zum Thema „Sanktionsmechanismus für Internetpiraterie in Frankreich in greifbarer Nähe“. Wie es scheint macht Frankreich große Fortschritte im bereich Internetpiraterie. Aber lest selber was die Franzosen so geplant haben:

„Sanktionsmechanismus für Internetpiraterie in Frankreich in greifbarer Nähe

Buch-, Film-, Games-, und Musikwirtschaft begrüßen die Verabschiedung der französischen Nationalversammlung Urheberrechte im Internet besser zu schützen – mehr staatliches Engagement in Deutschland gefordert

Frankfurt/Hamburg/Berlin, 3. April 2009 – Am Donnerstag, den 2. April, hat die französische Nationalversammlung den Gesetzentwurf zur Umsetzung eines Kooperationsmodells mit Internet Service Providern mehrheitlich angenommen. Christian Sommer, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) begrüßt diese Entwicklung: „Damit vollendet Frankreich den nächsten Schritt zu einem effektiven Vorgehen gegen illegales Downloaden auf technischer Ebene als sinnvolle Ergänzung einer straf- oder zivilrechtlichen Ahndung von Urheberrechtsverletzungen im Internet.“ Mit Blick auf die deutsche Politik ergänzt er, dass mehr staatliches Engagement in Deutschland notweniger denn je wäre, wobei den hiesigen Besonderheiten Rechnung zu tragen sei. „Frankreich hat damit für die Urheber kultureller Werke und deren Schutz vor Diebstahl einen vorbildlichen Rahmen geschaffen. Dieses Warnverfahren, das aufklärt und abschreckt, wäre auch uns weitaus lieber, als die derzeit nötige gerichtliche Abmahnung. Daran sollte sich deutsche Politik ein Beispiel nehmen“, so Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

Frankreich setzt somit in Europa Maßstäbe, wie mit dem Thema der Urheberrechtsverletzungen umgegangen werden kann und muss. „Die Entscheidung der französischen Nationalversammlung ist der einzige effektive Weg, Rechte von Künstlern und Labels im digitalen Zeitalter zu schützen“, sagte Prof. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) am Freitag in Berlin. „Werden in Deutschland nicht schon bald die Weichen für ähnliche Modelle gestellt, hat die deutsche Kreativwirtschaft künftig im internationalen Vergleich einen echten Wettbewerbsnachteil“.

Der Entwurf definiert ein System des abgestuften Verfahrens – das „réponse graduée“. Danach sollen Rechtsverletzer, die das Urheberrecht verletzen, in den ersten beiden Fällen Warnmails erhalten. Bei der dritten Verletzung soll für mindestens zwei Monate der Internetzugang gesperrt werden, nicht aber TV- und Telefondienst bei Triple-Play-Nutzern. Während solch einer Sanktion sollen dem Nutzer für den stillgelegten Internetzugang keine Kosten anfallen.

Zur Wahrung der informationellen Selbstbestimmung sieht der Entwurf ferner die Einrichtung einer Regulierungsbehörde vor. Dort sollen Rechteinhaber die IP-Adressen melden, unter denen illegale Downloads von geistigem Eigentum entdeckt wurden. Nur diese Behörde ist dann im Folgenden berechtigt, personenbezogene Daten zu den fraglichen IP-Adressen zuzuordnen, bevor die Warnmails ausgesendet werden. Der französische Gesetzentwurf enthält im Übrigen eine Vorschrift, nach der Rechteinhaber gegen Vermittler Unterlassensverfügungen erwirken können. Damit unterliegen beispielsweise die Zugangsprovider der Verpflichtung, angezeigte Urheberrechtsverletzungen in den eigenen Netzen abzustellen.

Die Kreativwirtschaft in Deutschland fordert seit Langem ein eigenes Modell für eine Kooperation mit Internetprovidern. Doch bisher fehlen in Deutschland die Bereitschaft und der Willen seitens der Politik und der Internet Service Provider ähnliche Modelle zu akzeptieren. Deshalb bleibt der deutschen Kreativindustrie keine andere Wahl, als durch straf- bzw. zivilrechtliche Verfolgungen ihre Produkte im Internet vor Diebstahl zu schützen.“

Ein weiter sehr interessanter Artikel zum Thema Urheberrecht und Piraterie gibt es bei ZEIT online (Artikel). Viel Spaß beim lesen!!


YouTube meets Universal Music

März 21, 2009

Nach Informationen des „Wall Street Journal“ und der „New York Times“ verhandeln YouTube und Universal Music über einen Web-Musiksender. Das Musikvideoportal mit dem Arbeitstitel Vevo würde YouTubes Technologie mit dem Angebot von Universal Music, dem größten Musiklabel der Welt, bündeln.

Das neue Portal soll dem Musikriesen eine größere Kontrolle über die eigenen Videos sichern und eine attraktivere Plattform für Werbungtreibende darstellen. Die noch im Verhandlungsstadium befindliche Kooperation ist Teil der Versuche beider Seiten, online höhere Umsätze zu generieren.


Playing for Change

März 9, 2009

Heute will ich mal auf eine Aktion aufmerksam machen. Die Aktion nennt sich „Playing for Change – Songs around the World“. Bei dieser, bereits durch Awards ausgezeichneten, Aktion geht es um Friede durch Musik. Hierfür haben sind sie um die ganze Welt gereist und haben mit verschiedenen Künstlern Lieder aufgenommen und diese zusammengemischt und eine ganz besondere Bearbeitung eines Welthits geschaffen. Bald wird es von ihnen noch mehr Videos zu sehen geben auf ihrer Homepage und vielleicht auch hier. Heute gibt es erstmal das Lied „Stand by me“

Wenn sich jemand noch weiter über das Projekt informieren möchte gibt es hier den LINK.

(Video ist in HQ verfügbar)


Neue Acts beim „MTV HIPHOPOPEN Minded“

März 7, 2009

Ja, der Umzug nach Mannheim ist beschlossene Sache. Wie man dieses finden soll lässt sich nur munkeln aber wie es wird kann man erst hinterher sagen. Zumindest stärkt diese Veranstaltung Mannheim als Musikhochburg in BaWü (viel mehr hat die Stadt ja auch nicht 😉 ). So nach und nach trudeln immer wieder die neuen Acts ins Haus und da ich nicht vermute, dass jeder den Newsletter bekommt, es ein paar Leser aber dennoch interessiert, kommen hier die neu bestätigten Acts. Es wird auf alle Fälle sehr interessant in diesem Jahr aber seht selbst:

PETER FOX
CLUESO
K.I.Z.
MARTERIA
JONDO
DENNIS LISK

Manch einer wird sich fragen: „Who the f*** is this??“ Naja, zu PETER FOX und CLUESO muss man nicht viel sagen. Auch K.I.Z. das berliner „Gangster“Trio ist bekannt. JONDO dürfte den Reggaefans sicher auch ein kleiner Begriff sein, immerhin war er damals mit auf der Gentleman Live Tour dabei und singt unter anderem das Lied „Rainy Days“ auf selbigen Album. Doch wer ist MARTERIA und vor allem DENNIS LISK???

MARTERIA dürfte vielen seit dem BuViSoCo von Stefan Raab ein Begriff sein. Dort ist er mit dem Song „Zum König geboren“ angetreten. Wenn das immernoch nicht jedem was sagt fällt der Groschen vielleicht bei seinem alter Ego „Marsimoto“. Sein erstes Album unter dem Namen MARTERIA kommt rechzeitig im Mai. Wir können also gespannt sein was dieser Act bringt.

Aber jetzt zu dem wohl Unbekanntesten: DENNIS LISK. Als ich das gelesen habe, hat es in meinem Kopf gerattert. Vermutlich war das nicht nur bei mir so. Denn wenn man sich dann mal überlegt wer hinter diesem Namen steckt ist es klar. DENNIS LISK ist niemand anderes als DENYO (Beginner). Ja, er ist wieder da!! Da freut sich wirklich jeder. Doch was macht er jetzt? Wieder im Stil von den Beginnern? Was ich bisher gehört habe auf seiner MySpace Seite ist sehr interessant. Ich zitiere einfach mal schnell die Pressemitteilung:

Was passiert, wenn ein HipHop Musiker, der kurz vor der Jahrtausendwende eines der legendärsten HipHop-Alben in Deutschland mitgeschrieben hat, Jahre später auf einmal Lust empfindet, zu singen anstatt zu rappen?
Flashnizm, Bambule, Boombule und Blast Action Heroes heißen die Alben seiner Band. Minidisco und The Denyos, die im Rahmen dieser Zeit entstandenen Solo-Rap-Alben. Heute rappt und rockt Denyo als MC und DJ, solo oder zusammen mit DJ Mad die Clubs in Deutschland, Österreich und der Schweiz und wäre sicherlich bereit für die Re-Union seiner Band.
Dennis Lisk dagegen will mehr. 3 Jahre lang suchte er – im Studio die verstaubte 20-Mark-Karstadt-Gitarre in den Händen – nach einem neuen Zugang zur Musik. Ohne gesampelte Beats. Ohne die typischen Rapstrophen. Ohne den herkömmlichen Flow. Ohne die früher so sehr geliebten Metaphern und Wortspiele. Und schrieb Songs.

Nun, 3 Jahre später, gibt es Streicherquartette statt Synthesizer, Rhythmbands statt
Logic-Sequencer, Texte über die Seele statt über den besseren Flow oder die coolere Stadt. Es geht um Liebe. Es geht um Musik.“

Ich bin sehr gespannt was da noch so alles kommt. Ich vermute aber, dass wegen der Finanzkrise keine internationalen Acts kommen werden. Was aber der Veranstaltung sicher nicht schadet. Falls es Neuigkeiten gibt, werden sie natürlich gepostet.