Mal wieder neues…

Mai 11, 2009

Ja, es ist ruhig geworden in der Warteschleife…einen Gruß an alle die sich bei mir beschwert haben und für alle: JA, es geht weiter. Ich kann euch doch euren Tag nicht ohne mich verbringen lassen. Vielleicht ist ja wieder was dabei was euch interessiert.

Gut wo fangen wir an? Naja, viel ist passiert in letzter Zeit, gewiss. Doch lohnt es sich darüber zu berichten?! Nicht über alles. Der größte Skandal ist wohl bei LastFM. Denn seit neuestem muss man für das beliebte Radioportal bezahlen. Die einzigen Außnahmen sind: Deutschland (8,5% Weltmarktanteil am Musikgeschäft 2008), United Kingdom (9,5%) und die USA(32%). 3 Euro soll der Spaß für alle ausserhalb der genannten Grenzen jetzt kosten. Dieser Schritt bedeutet zum einen ein aussagekräftiges Statement zum Zustand der Online-Werbekapazitäten. Selbst im weltweit zweitgrößten Musik-Absatzmarkt Japan (18%) lässt sich mit Ads nicht dauerhaft wirtschaften. Zum anderen sorgt er für ein Kuriosum: Während der gemeine last.fm-User durch den Zahlzwang fortan eine werbefreie Oberfläche präsentiert bekommt, haben die drei Ausnahme-Nationen weiterhin die Wahl: Gratis-Radio und Werbeeinblendungen oder Bezahl-Radio und ad-free (ebenfalls drei Euro).

Das waren mal die ersten Nachrichten. In den kommenden Tagen wird es mehr geben.

Grüße

Euer Flo

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Keine Musik mehr auf Youtube…

April 1, 2009

Wie Focus online heute berichtet, wird es zukünfitg keine „echten“ Musikvideos auf der deutschen Plattform mehr geben. Grund ist ein Streit mit der Verwertungsgesellschaft GEMA über den Preis für das Verbreiten von Musikvideos im Internet. Die GEMA hat nach eigenen Angaben in einem ersten Angebot einen Euro-Cent pro Abruf vorgeschlagen. Ein Google- Sprecher nannte das völlig unakzeptabel , da Youtube damit Verluste machen würde. Zudem sei das fünfmal teurer als etwa in Großbritannien. Beide Seiten betonten aber ihren Willen zur Einigung.


YouTube meets Universal Music

März 21, 2009

Nach Informationen des „Wall Street Journal“ und der „New York Times“ verhandeln YouTube und Universal Music über einen Web-Musiksender. Das Musikvideoportal mit dem Arbeitstitel Vevo würde YouTubes Technologie mit dem Angebot von Universal Music, dem größten Musiklabel der Welt, bündeln.

Das neue Portal soll dem Musikriesen eine größere Kontrolle über die eigenen Videos sichern und eine attraktivere Plattform für Werbungtreibende darstellen. Die noch im Verhandlungsstadium befindliche Kooperation ist Teil der Versuche beider Seiten, online höhere Umsätze zu generieren.


Playing for Change

März 9, 2009

Heute will ich mal auf eine Aktion aufmerksam machen. Die Aktion nennt sich „Playing for Change – Songs around the World“. Bei dieser, bereits durch Awards ausgezeichneten, Aktion geht es um Friede durch Musik. Hierfür haben sind sie um die ganze Welt gereist und haben mit verschiedenen Künstlern Lieder aufgenommen und diese zusammengemischt und eine ganz besondere Bearbeitung eines Welthits geschaffen. Bald wird es von ihnen noch mehr Videos zu sehen geben auf ihrer Homepage und vielleicht auch hier. Heute gibt es erstmal das Lied „Stand by me“

Wenn sich jemand noch weiter über das Projekt informieren möchte gibt es hier den LINK.

(Video ist in HQ verfügbar)


MTV startet zwei neue Musikinitiativen

Februar 9, 2009

Wie ich soeben mitbekommen habe, geht MTV International neue Wege im Musik-TV. Endlich strahlt ein Musiksender wieder Musik aus und tut etwas für die Künstler. Wird ja auch mal Zeit.

Im Rahmen von „MTV World Stage“ wird künftig jeden Freitag abend ab 20 Uhr ein Live-Gig ausgestrahlt. Das Besondere: Die Live-Mitschnitte werden in High Definition produziert. Den Anfang macht am 27. Februar Coldplay mit einer Live-Performance aus Tokio (wird in 62 MTV-Kanäle weltweit zu sehen sein). Weitere Live-Shows unter anderem von den Pussycat Dolls (6. März), Katy Perry (6. März), Slipknot (13. März), Oasis (20. März), Franz Ferdinand (27. März), Duffy (29. Mai) und den Kaiser Chiefs (5. Juni) stehen bereits fest.

Des weiteren startet der Musiksender ab März 2009 mit „MTV Push“ eine neue Newcomer-Initiative, bei der Künstler über alle MTV-Plattformen – unter anderem mit einer massiven Video-Rotation und speziell produzierten Web- und Mobile-Inhalten – gefördert werden sollen. Die ersten Bands, die von MTV im Rahmen dieser neuen Initiative „gepusht“ werden, sind Metro Station und White Lies.

Es gibt wohl noch mehr Ideen die in den kommenden Monaten bekanntgegeben werden. Wir können also gespannt sein was als nächstes kommt.


Wann warst du das letzte mal im Theater?

Februar 3, 2009

Dies ist eine sehr gute gelungene Aktion zum Thema „Geht mal wieder ins Theater“. Diese Aktion zeigt einfach mal das Theater/Musical auch mal was interessantes sein kann. Schade das man schon direkt zu den Leuten gehen muss um sie aufzuwecken. Aber eine gute Idee und bemerkenswerte Umsetzung.


GEMA-Tarifstreit geht weiter…

Februar 2, 2009

Wie vor einigen Tagen berichtet, hat die GEMA ihre Tarife erhöht. Nachdem der Bundesverbands der Veranstaltungswirtschaft (idkv)und der Verband der Deutschen Konzertdirektionen diese Erhöhung scharf kritisiert hat, wurde von der GEMA eine Richtigstellung veröffentlicht. Der Streit geht weiter, denn Jens MichowBundesverbandspräsident) kommentiert diese Richtigstellung mit deutlichen Worten:

Die GEMA strebt eine Anhebung der Vergütungen auf ein Niveau von 10 Prozent (für Verbandsmitglieder 8 Prozent) der Bezugsgröße (Bruttoeinnahmen) in einem Zeitraum von 6 Jahren an. Die Erhöhungen wird durch die stufenweise Erhöhung in den ersten Jahren bewusst moderat gehalten, damit sich die Konzertveranstalter auf die neuen Tarife einstellen können. Der von den Verbänden der Konzertwirtschaft genannte Endwert von 10 Prozent wird also erst im Jahre 2014 erreicht.

Michow: „Es ist zutreffend und nichts anderes wurde diesseits behauptet, dass der neue Tarif von pauschal 10 Prozent sukzessiv bis zum Jahr 2014 auf die Zielhöhe angehoben werden soll. Das ändert doch aber nichts daran, dass – ausgehend von dem derzeitigen Tarif – hier innerhalb von 5 Jahren eine Anhebung um mehr als das Fünffache stattfinden soll. Ich erwarte mit großer Spannung die Antwort der GEMA auf die Frage, woher sie heute schon weiss, welcher Tarif 2014 angemessen sein soll. Und auch die Erwähnung einer Reduktion des Tarifs von 10 Prozent auf 8 Prozent für Verbandsmitglieder führt in die Irre, denn zum Erhalt dieses sogenannten Verbandsrabatts sind die Verbände zu einer entsprechenden Gegenleistung verpflichtet, die zu einer entsprechenden Arbeitsentlastung der GEMA führt. Da sollte man nicht so tun, als sei dieser Rabatt gratis.“

Die GEMA hält die derzeitige Höhe der Konzerttarife für unangemessen niedrig. Rechtsprechung und Literatur gehen bei hoher Musikintensität regelmäßig von einer 10-prozentigen Beteiligung des Urhebers an den erzielten Einnahmen aus. Die Vergütungssätze betragen für Verbandsmitglieder demgegenüber derzeit für Konzerte bis zu 3.000 Personen nur 1,9 Prozent, für Konzerte bis zu 15.000 Personen 1,5 Prozent und für Konzerte mit über 15.000 Personen 3,6 Prozent der Kartenumsätze.

Michow: „Abgesehen davon, dass die Angaben der GEMA erneut irreführend sind ( die aktuellen Tarife betragen 3,9 / 3,9 / 8 Prozent) und werden nur für jene Veranstalter auf die seitens der GEMA genannten Beträge ermäßigt, die Pauschalverträge über eine größere Anzahl von Veranstaltungen abschließen, stellt sich doch die Frage, warum die GEMA bis heute die bestehenden Tarife offenbar für durchaus angemessen erachtet hat, zumal sie vor 4 Jahren letztmalig zugunsten der GEMA korrigiert wurden. Auch insoweit bleibt mit Spannung zu erwarten, wie die GEMA vor den Gerichten darlegen will, wieso sie trotz der von ihr selbst in ihren Pressemitteilungen sowie den Geschäftsberichten in den letzten Jahren zitierten erheblichen Einnahmesteigerungen im Segment ‚Live-Aufführungen‘ heute behauptet, für die Nutzung ihres Repertoires bei öffentlichen Aufführungen eine unangemessen geringe Vergütung zu erhalten.“

Insbesondere im internationalen Vergleich wird deutlich, dass die Vergütungssätze der GEMA sehr niedrig und moderat sind.

Michow: „Auch das ist Schaumschlägerei! Die Tarifsysteme der Verwertungsgesellschaften lassen sich nicht lediglich an den Nominaltarifen festmachen. Da muss man schon hinter das System schauen. Tut man das, stellt man fest, dass wir in Deutschland erneut dabei sind, den Bogen zu überspannen.“

Grundsätzlich gilt es festzustellen, dass es sich bei Konzerten um Veranstaltungen handelt, deren entscheidender Input die Musik darstellt und dass beträchtliche Umsätze mit der Vermarktung von Musik erzielt werden. Gemessen an den Umsätzen der Konzertwirtschaft nehmen sich die in den Kalkulationen enthaltenen Kosten für den Urheber bescheiden aus.

Michow: „Erneut wird übersehen, dass in den meisten Fällen die Künstler, denen ja nun unbestrittener Maßen der entscheidende Teil der Konzerteinnahmen zufließt, auch die Urheber der aufgeführten Werke sind. Wir werden mit Interesse abwarten, in welcher Weise jene Künstler darauf reagieren, wenn Veranstalter Konzerte mit der Begründung ablehnen, dass das aufgeführte Repertoire zu teuer ist. Es ist gesetzlich leider nun mal so, dass die ‚Aufführungslizenz‘ des Repertoires durch den Veranstalter erworben werden muss, obwohl der weitaus größte Teil der Einnahmen an die Künstler geht. Nachdem die GEMA und ihre Mitglieder sich stets nur durch die Umsatzzahlen beeindrucken lassen, solllte man mal darüber nachdenken, diejenigen die Repertoirelizenz zahlen zu lassen, die auch den wesentlichen Teil der Einnahmen erhalten – nämlich die Künstler. Ich bezweifle sehr, dass die gegenwärtige Diskussion unter solchen Umständen je stattgefunden hätte.“

Man kann gespannt auf die Reaktion der GEMA sein.